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AKTUELLES

PROJEKT GRUPPE - FAQ aktuell zum Insolvenzantrag PROJECT Vermittlungs GmbH

Was ist aktuell passiert im Firmengeflecht der PROJECT Gruppe?

Die PROJECT Vermittlungs GmbH hat am 14.08.2023 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Diese Gesellschaft war befasst mit der Vermittlung von Kapitalanlagen der Project Gruppe. Die Gesellschaft gehört zur Schiene der PROJECT Investment in Bamberg. Diese hat entsprechende Fonds aufgelegt, ist von der Immobilien Gruppe zwar formal getrennt aber durch den Gesellschafterkreis eng miteinander verflochten. Keine Immobilien - keine Fonds und keine Anlegergelder kein Eigenkapital. Die Gesellschaft war für die Platzierung der Fonds zuständig. Unter ihrem Dach handelten die Vermittler. Der Erfolg der PROJECT Gruppe wäre ohne die Vermittlungsgesellschaft nicht denkbar gewesen. Alexander Schlichtung war nur in dieser Gesellschaft Geschäftsführer - warum wohl.

Sachwerte in Milliarden Höhe werden vernichtet.

Warum die weitere 5.  Insolvenz ?

Auf der Homepage wird mitgeteilt das der Ukrainekrieg und die gestiegenen Baukostenpreise dazu geführt haben. Hinzu kommt ein Einbrechen der Immobilienpreise und auch eine Erhöhung der Zinsen. Ziel ist eine Sanierung unter der Begleitung der Insolvenzverwalter. Die Insolvenzverwalter aller 4 Firmen müssen sich zunächst ein Bild machen. In der Regel ist es so, dass die Insolvenzverwalter ein Gutachten erstellen ob ein Grund für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorliegt. Dann erst wird das Insolvenzverfahren eröffnet werden. 

Wie funktionierte das Modell der Fonds ?

Es sollen 180 laufende Projekte mit ca. 1800 Wohnungen am laufen sein. Die Eigenkapitalbeschaffung für die Erstellung der Wohnungen erfolgte über die Anleger. Diese sind aber weder Eigentümer der Immobilien noch sind diese grundpfandrechtlich abgesichert. Sie haben einfach nur ein Stück vom Kuchen des jeweiligen Fonds. Jedes einzelne Objekt ist über einen Fonds finanziert, der das Eigenkapital über die Kleinanleger einsammelte.

Eigentümer der Objekte ist die Schwester Gruppe die Project Investment Organisation. Es sind über 30.000 Anleger betroffen und ein Anlegervermögen von ca. 1,4 Mrd. EUR. Ob die Fonds insolvenz werden werden wir sehen, jedenfalls scheint es wahrscheinlich das auch mit Insolvenzen der Projektgesellschaften gerechnet werden kann.

Was passiert mit den Eigentümern der Wohnungen?

die Insolvenzverwalter suchen derzeit alle Informationen zusammen. Es sind Fragen zu beantworten wie ein Eigentumsübergang erfolgen kann, ob ein Weiterbau sinnvoll ist und wenn ja zu welchen Konditionen. Wie können dann die Mittel beschafft werden, die zum Weiterbau erforderlich sind. Es ist daher jeder Fall ein Einzelfall. Käufer der Wohnungen sind zu 90 % Privatpersonen. Der Gewerbeanteil macht mit 16 Objekten den geringeren Teil aus. Diese werden aber vor den Anlegern bedient, denn wenn der Käufer einer Wohnung nach der Makler und Bauträger Verordnung den Kaufpreis zahlt, dann  eben nach Baufortschritt und nicht wie die Anleger, die 100 % zahlen, aber keine Sicherheit haben.

Was passiert mit den Fonds?

Die Verunsicherung der Anleger ist groß. Viele Anleger wissen nicht, wie ein Fonds funktioniert. Die meisten Fonds haben in zwei Zwischengesellschaften investiert. Diese haben dann in die Objektgesellschaften investiert. Das Anlagevermögen ist daher in den Objektgesellschaften drin. Die Anleger haben das berühmte Stück Kuchen nicht von diesen sondern von den Fondsgesellschaften. Die Kostenstruktur scheint aufgrund des Vertriebs sehr hoch - Agio - Kosten der Geschäftsführung - Kosten der Verwaltung und der Kapitalverwaltungsgesellschaften - das alles und noch viel mehr zahlen Sie als Anleger. Von Kostentransparenz keine Spur, wenn selbst Anwälte Tage brauchen, um eine Firmengeflecht-Struktur und Kostenstruktur zu durchdringen. Fakt dürfte sein, dass die in den Prospekten versprochene Rendite nicht mehr erzielbar sein wird. Wir werden uns daher mit der Vermittlerhaftung auch beschäftigen müssen , und damit was im Einzelfall den Anlegern versprochen wurde.

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Insbesondere für rechtsschutzversicherte Geschädigte bleibt es empfehlenswert, individuelle Aktivitäten in die richtigen Bahnen zu leiten. Nehmen Sie gern unverbindlich Kontakt mit uns auf und stellen uns Ihre Fragen. Massenabfertigung ist nicht unsere Sache. Wir bieten unserer Mandantschaft einen persönlichen und auf Ihren Fall, sowie Interessen, konzentrierten Service an, der auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung mitumfasst.

Setzen Sie sich bitte gern mit uns in Verbindung: 

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Rechtsanwältin Bontschev ist Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht und für Steuerrecht. Seit über 20 Jahren vertritt Rechtsanwältin Bontschev, und die im Bankrecht spezialisierte Kanzlei, ausschließlich die Interessen von Aktionären, Anlegern und Investoren. 

Sie hat im Rahmen der Vertretung der Interessen der Gläubiger zahlreiche Erfahrungen durch ihre Tätigkeit und Mitwirkung in Gläubigerausschüssen wie Derivest, Kaussen-Lingens u.w. gemacht. Die Kanzlei hat dabei eine breite Anzahl von Fallgruppen bearbeitet und Anleger in Schadensfällen wie INFINUS Schadenskomplex, UDI, Deutsche Lichtmiete, in Fällen der Gewährung von Nachrangdarlehen u.a. vertreten.

Die Vertretung Ihrer Interessen ist für uns vorrangig - Geld ist nie weg, sondern es hat immer ein anderer, wenn Sie es nicht mehr haben! Gern vertreten wir Ihre Interessen und helfen Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Sprechen Sie uns gern an. 

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